Tierwohl-Produkte müssen alle Verbraucher erreichen
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Tierwohl-Produkte müssen alle Verbraucher erreichen

Tierwohl-Produkte müssen alle Verbraucher erreichen

Tierwohl – 86 Prozent der Befragten ist dies wichtig

Tierwohl-Produkte müssen alle Verbraucher erreichen : Bundesministerin Klöckner stellt Kriterien für ein staatliches Tierwohlkennzeichen vor

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat heute Kriterien für ein staatliches Tierwohlkennzeichen vorgestellt. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Albert Stegemann:

„Wir wollen die Akzeptanz der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung in der Gesellschaft stärken. Verbraucher brauchen verlässliche und verständliche Orientierungshilfen, damit sie erkennen können, wie das Tier gehalten wurde. Nur so können Kunden informierte und selbstbestimmte Kaufentscheidungen treffen und damit eine besonders tierwohlgerechte Erzeugung von Lebensmitteln in Deutschland fördern. Bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln sind Klarheit und Wahrheit unsere Richtschnur. Daher unterstützen wir Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei der Einführung eines staatlichen Tierwohlkennzeichens.

Tierwohl ist ein Megatrend, wenn es um unsere Ernährung geht. Gleichwohl schaffen Umfragen allein noch keine Umsätze. Die große Mehrheit der Kunden ist und bleibt an der Ladentheke preissensibel. Dies hat vor wenigen Wochen eine Studie der Hochschule Osnabrück ergeben. Deswegen brauchen wir eine staatliche Tierwohlkennzeichnung, die die Verbraucher in der Breite anspricht und nicht nur in der Nische verharrt. Dafür ist eine realistische und praktikabel ausgestaltete staatliche Einstiegsstufe unter Einbeziehung der bewährten Initiative Tierwohl notwendig. Nur so können wir eine breite Marktdurchdringung sicherstellen. Wir werden uns die Kriterien, die jetzt vorgestellt wurden, sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen des staatlichen Tierwohlkennzeichens im Detail ansehen und darüber intensiv im Parlament beraten. Das Geld für mehr Tierwohl muss bei den Landwirten und damit bei den Tieren ankommen. Zugleich müssen Tierwohl-Produkte ‚Made in Germany‘ alle erreichen, denen bessere Haltungsbedingungen am Herzen liegen.“

Hintergrund:

Laut des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) herausgegebenen Ernährungsreports 2019 steht bei Verbrauchern an erster Stelle der Wunsch zu wissen, wie bei Produkten tierischen Ursprungs die Tiere gehalten wurden: 86 Prozent der Befragten ist dies wichtig. Eine große Mehrheit (81 Prozent) wünscht sich dafür ein staatliches, unabhängiges Tierwohlkennzeichen.

Bei der geplanten staatlichen Tierwohlkennzeichnung des BMEL, die Betriebe auf freiwilliger Basis verwenden können, sind drei Kennzeichnungsstufen geplant. Die Kennzeichnung soll zunächst für Schweinefleisch gelten, andere Produkte wie Geflügel sollen folgen. Mindestens 20 Prozent mehr Platz für die Tiere gelten bereits in der ersten Stufe, aber auch ressourcen- und managementbezogene Kriterien liegen zu Grunde. Mit dem staatlichen Tierwohlkennzeichen darf nur derjenige seine Produkte ausloben, der überprüfbare, anspruchsvolle Kriterien erfüllt, die über dem gesetzlichen Mindeststandard liegen.

Zur Studie

„Kaufbereitschaft bei verpackten Schweinefleischprodukten im Lebensmitteleinzelhandel“ der Hochschule Osnabrück siehe folgenden Link: GNNLink

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