Fortschritte bei Herz-Lungen-Wiederbelebung
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Fortschritte bei Herz-Lungen-Wiederbelebung : Anästhesisten für Verknüpfung neuer Verfahren mit Reanimationsregister

Fortschritte bei Herz-Lungen-Wiederbelebung : Hände auf das Brustbein legen und bis zu einhundertmal pro Minute herunterdrücken: So funktioniert die Herzdruckmassage bei Patienten mit Herzstillstand. Will das eigene Herz weiterhin nicht kräftig genug oder gar nicht schlagen, kann heutzutage die „extrakorporale kardiopulmonale Reanimation“ als Kreislaufersatz verwendet werden, spätestens im Krankenhaus.

Dabei wird – vereinfacht gesagt – das Blut außerhalb des Körpers von Kohlendioxid befreit und mit Sauerstoff angereichert, ähnlich dem Prinzip einer Herz-Lungen-Maschine: „Dieses Verfahren kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Ursache für den Kreislaufstillstand bekannt, aber noch nicht behoben ist“, erklärt Professor Jan-Thorsten Gräsner, Sprecher des Arbeitskreises Notfallmedizin in der „Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI). Ein typisches Beispiel sei ein Herz, das durch eine Herzmuskelentzündung so stark geschwächt wurde, dass es nie mehr aus eigener Kraft schlagen wird.

Die DGAI ist überzeugt, dass in den nächsten Jahren zahlreiche Patienten durch die neue Technik überleben werden, die in Fachkreisen auch „eCPR“, extracorporeal cardiopulmonary resuscitation, genannt wird. Aber das geschieht nicht ohne weiteres: Derzeit wird ein Konsensuspaper vorbereitet, in dem die DGAI und verschiedene andere medizinische Fachgesellschaften einen Vorschlag zu einer einheitlichen Anwendung der „eCPR“ machen. Um sicher beurteilen zu können, welche Möglichkeiten und Risiken damit verbunden sind, müsse es ein Qualitätsmanagement geben, erklärt Professor Gräsner weiter. Hierfür biete sich das „Deutsche Reanimationsregister“ an. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von inzwischen mehr als 175 000 Datensätzen zu Reanimationen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Sowohl Rettungsdienste als auch Krankenhäuser tragen ihre Ergebnisse per Internet in die Tabellen ein. Sie können dabei vor allem auch vermerken, ob sie zur Rettung eines Patienten die „extrakorporale kardiopulmonale Reanimation“ eingesetzt haben: „Das ,Deutsche Reanimationsregister‘ ist zu einem wichtigen Instrument in der Versorgungsforschung geworden“, sagt Professor Gräsner. „In den vergangenen Jahren konnten durch die Teilnehmer des Registers mehrere national und international sehr anerkannte Studien veröffentlicht werden.“ Außerdem seien die aus dem „Deutschen Reanimationsregister“ kommenden Studienergebnisse in die internationalen Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimation eingeflossen. Die große Bedeutung des „Deutschen Reanimationsregisters“ zur Rettung von Patienten mit Herzstillstand ist unbestritten. Durch die Berücksichtigung der Daten aus der Anwendung der „extrakorporalen kardiopulmonalen Reanimation“ ist es noch hilfreicher und aussagekräftiger.

Internet: www.dgai.de/

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